Verstellbares Federbein




Einstellung und Optimierung der Bremsen, des Fahrwerks und die richtige Reifenwahl

Verstellbares Federbein

Beitragvon 2c4a3f3r » Fr 18. Apr 2014, 08:37

Hallo Leute,
bei unserer GD lässt sich ja ganz einfach die Federvorspannung ändern, also möchte ich hier schonmal einen Thread mit Euren Meinungen/Erfahrungen erstellen.

Da die kleine GD selbst für große Fahrer (1,90) noch angenehm zu fahren ist, ich jedoch kein Fliegengewicht bin und oft mit meiner Freundin hinten drauf fahre, werde ich mal 20mm an der Schraube drehen, das müsste eine Höherlegung von 40mm bewirken. (Quelle: ) Von Haus aus scheint sie ziemlich niedrig eingestellt zu sein (fast am Anfang des Gewindes) und sackt auch relativ weit ein beim draufsetzen..

Schon jemand hier Erfahrung wie sich die Änderung auf das Fahrverhalten auswirkt?
2c4a3f3r
 

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Re: Verstellbares Federbein

Beitragvon Guido.M » Fr 18. Apr 2014, 09:15

2c4a3f3r hat geschrieben:Schon jemand hier Erfahrung wie sich die Änderung auf das Fahrverhalten auswirkt?

Du wirst es herausfinden und uns berichten :thumbu:
Am Federbein rumzuschrauben und Veränderungen vorzunehmen ist eine Sache.Herauszufinden welches die beste Einstellung,manuel für einen selber ist,ist die andere !
Ich selbst bin kein Fahrwerksguru und Veränderungen am Fahrwerk vorzunehmen setzt schon einiges an Wissen voraus,welches ich nicht habe.
Kann Dir nur raten,dir die Einstellungen die du vornimmst gut zu merken,damit du später auch wieder in die Ausgangsposition zurückfindest.
Aus vielen Threads,die ich bisher in einigen Foren zu dem Thema verfolgt habe,scheint ein sehr guter Tipp zu sein,die Änderungen zusammen mit einen erfahrenen Schrauber vorzunehmen,der auf deine speziellen Wünsche das gesamte Fahrwerk einstellen kann.

Solltest du nur aus Spass an der Freude und Spass am Schrauben ein wenig herumexperimentieren wollen,dann heisst es wohl : fahren,fahren und testen,testen.
Eine Heckhöherlegung von 40mm ist schon ne Ansage ! Meine GT hatte 30mm Heckhöherlegung.
Hatte nie Probleme damit und bin gut und Flink durch die Kurven gekommen.Hatte manchmal ein wenig das gefühl dass das Bike ein wenig kippelig wirkte aber da ich nie einen Vergleich zur original Höhe hatte,ist das nur Vermutung von mir.

Viel Spaß beim Schrauben und Testen ;)
Guido.M
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Re: Verstellbares Federbein

Beitragvon lucky cruiser » Fr 18. Apr 2014, 09:47

Ergänzend hierzu:

Ich kenne die Daten zur GD nicht im Detail. Ausschlaggebend ist hier das zulässige Gesamtgewicht. Wenn man das sieht und in Relation zum eigenen Gesamtgewicht stellt, kann man schon ahnen, welche Möglichkeiten herstellerseitig vorhanden sind bzw. wieviel Spielraum bleibt. Groß dürfte der nicht sein.
Die Federbasis zu erhöhen (eine Heckhöherlegung ist übrigens mit deutlich mehr Aufwand als diesem verbunden) ist ein guter, bei großer Last auch erforderlicher Ansatz, um den Kahn nicht auf Block gehen zu lassen. Ob er ausreicht, wird sich zeigen.
Für den Fall, dass du auch vorne an der Gabel experimentieren möchtest, ein kleiner Tipp: Befestigte am rechten Tauchrohr einen Kabelbinder so fest, dass er nicht von allein runterrutschen kann. Am Ende jeder Fahrt kannst du dann sehen, wie tief eingefedert worden ist.
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Re: Verstellbares Federbein

Beitragvon 2c4a3f3r » Fr 18. Apr 2014, 10:29

Danke für die Antworten!
Das mit dem Kabelbinder ist ein guter Tipp, werde ich ausprobieren, wenn auch ich bei den ersten 200km mit der GD ich das Gefühl hatte, dass sie vorn nicht zu schnell zu tief einfedert.
Leermasse 154kg, zulässige Gesamtmasse 310kg. Rechnet man also zu den 154kg noch 11kg für Sprit, 95kg für den Fahrer und 50kg für Sozius, so ist man genau bei 310kg. Wird eine Gepäckbrücke angebracht, so dürfte ich die Mopete im Soziusbetrieb also nicht beladen.. Und da man also leicht richtung max. Gesamtmasse kommt, denke ich ist es keine schlechte Idee, die Federvorspannung zu erhöhen, sehe ich das bis hier hin richtig? :D
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Re: Verstellbares Federbein

Beitragvon lucky cruiser » Fr 18. Apr 2014, 11:21

Auch dieser Ansatz ist richtig. Die Ausrüstung wiegt allerdings auch und ist mit dazuzurechnen.

Rein gewichtsmäßig betrachtet, ist die Mitnahme von Gepäck übrigens nicht gänzlich ausgeschlossen. Ein, zwei Handtücher, Badehose, Buko u.ä. sind unkritisch. Man darf nur nicht den halben Hausstand mitnehmen. Und dann vom Mopped erwarten, dass es sein maximum worp auch in vorgesehener Zeit erreicht ;) Ist dann mehr so wie das Autofahren mit Anhänger.

Nicht übersehen werden darf der Luftdruck hinten. Der muss bei voller Beladung oft zusätzlich nach oben korrigiert werden. Und dann im Einzelbetrieb wieder runter, sonst meinst du, du fährst auf Holzreifen.
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Re: Verstellbares Federbein

Beitragvon 2c4a3f3r » Fr 18. Apr 2014, 11:49

lucky cruiser hat geschrieben:Nicht übersehen werden darf der Luftdruck hinten. Der muss bei voller Beladung oft zusätzlich nach oben korrigiert werden. Und dann im Einzelbetrieb wieder runter, sonst meinst du, du fährst auf Holzreifen.

Das Thema Reifendruck ist mir leider noch ein wenig unklar. Auf der GD klebt an der Hinterradschwinge ein Schild, dass aussagt, der Reifendruck hinten sollte 2,25bar betragen. Beim schmökern in der Bedienungsanleitung gestern Abend jedoch, macht MSA die Angabe, der korrekte Druck sei 2,4 bzw. 2,6bar mit Sozius.
Reifendimension ist: 150/60-17. Den Reifendruck gemessen habe ich noch nicht, da mir der Händler sagte er habe dies getan. Rein vom Fahrgefühl her hatten die Reifen ein sehr gutes Handling, sowie Kurvenverhalten. Nur leider ein ziemlich hohes Rollgeräusch. Ich werden die Tage mal messen und den Druck ggf. korrigieren und dann berichten!

Die Federvorspannung werde ich um 10mm anheben, das würde 20mm am Heck bedeuten. Danach eine ausgiebige Testfahrt um das evetuell veränderte Handling zu beurteilen.
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Re: Verstellbares Federbein

Beitragvon lucky cruiser » Fr 18. Apr 2014, 12:17

Welcher Reifendruck "richtiger" ist, hängt auch von der Herkunft des Reifens ab. Während die GTs und die GVs üblicherweise mit hierzulande bekannten Reifenherstellern (und damit einordenbarem Fahrverhalten) ausgeliefert werden, werden auf der ST Reifen eines chinesisch-japanisch-koreanischen (je nach Reifen-Backwerk) Herstellers verwendet. Bezogen auf die ST kann man die Angabe im Handbuch vergessen, es gilt der Aufkleber, der um 0,5 Bar nach unten :!: abweichende Drücke angibt. Verwendete man die Drücke aus dem Handbuch, ist die Fuhre unfahrbar (siehe entsprechenden Thread).

Welcher Reifen welchen Herstellers ist bei der GD aufgezogen?
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Re: Verstellbares Federbein

Beitragvon 2c4a3f3r » Fr 18. Apr 2014, 12:44

lucky cruiser hat geschrieben:Welcher Reifen welchen Herstellers ist bei der GD aufgezogen?


Es sind Reifen des Herstellers MRF (Indien) drauf. RevZ C
Laut Wiki ist das der größte Reifenhersteller Indiens und zählt zu den 12 Größten weltweit. Hatte nur noch keine Zeit nach Tests zu googeln..
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Re: Verstellbares Federbein

Beitragvon lucky cruiser » Fr 18. Apr 2014, 13:23

Letzteres dürfte auch schwierig sein, welche zu finden. MRF ist in diesem Teil der Welt kein sehr verbreitetes Fabrikat. Schon garnicht unter diesem Label.

Anyway, indische Reifen rollen auch. Wenn sie jedoch, was zu vermuten ist, aus indischer Sicht für indische Verhältnisse gebacken wurden, dann dürften sie eine grundsätzlich härtere Gummimischung aufweisen als auf westeuropäische Klimabedingungen zugeschnittene Reifen. Hat Vorteile, aber auch Nachteile. Vorteil: Der Reifen hat eine Lebenserwartung wie eine Schildkröte. Nachteil: Er baut unter kälteren Umweltbedingungen weniger Grip und damit eine verstärkte Rutschneigung auf. die durch erhöhten Druck noch verstärkt wird (oder wie weiland bei Otto Waalkes: Je stärker der Rutschfaktor sssst, desto eher der Aufprallfaktor Bumms :D ) In diesem Fall würde ich den niedrigeren Druck 2,25 einstellen und dann einfach mal vorsichtig probieren, wie sich der Reifen verhält. Vorheriges Einschalten des Popometers ist von Vorteil ;)
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Re: Verstellbares Federbein

Beitragvon wodape » Sa 19. Apr 2014, 18:25

Hallo 2c4a3f3r,
ich habe bei meiner GD die Federvorspannung vom Händler direkt härter einstellen lassen. Beim ersten Probesitzen war sie mir zu weich. Das Leergewicht ist übrigens schon inklusive 11 Liter Sprit und 1,3 Liter Öl, soweit ich weiß. Die Reifen werden in gleicher Dimension auch auf der 125er KTM verbaut. MRF hat 2014 eine Auszeichnung als Erstausstatter erhalten http://www.reifenpresse.de/2014/03/26/a ... diens-mrf/ Die vierte in Folge. So schlecht scheinen die Reifen dann nicht zu sein. Wenn das Mopped erst mal eingefahren ist, wissen wir mehr ;) .

Gruß

Wolfgang
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