Summen aus Motorgehäuse normal?




Die Kraft der zwei Kerzen - Alles zum Thema Motor, Getriebe, Gemischaufbereitung, ...

Summen aus Motorgehäuse normal?

Beitragvon Gammler » So 24. Mär 2013, 17:28

Hallo zusammen!

Ich bin jetz seit ein paar hundert km mit meiner GT 650i unterwegs und ansich auch sehr zufrieden.

Was mich aber in letzer Zeit etwas beschäftig ist das man bei langsamer Fahrt 30-80kmh deutliches Summen aus dem Motorblock hört. Wenn ich gas gebe wirds lauter und wenn ich vom Gas gehe verschwindet es.

Ist das normal?! Das macht mir schon etwas Sorgen ...
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Re: Summen aus Motorgehäuse normal?

Beitragvon lucky cruiser » So 24. Mär 2013, 23:57

Ferndiagnosen sind immer mit Vorsicht zu genießen. Wenn sie gar auf Geräuschbeschreibungen fußen, erst recht. Da kann man die Quelle ohnehin schwer eingrenzen, erst recht während der Fahrt. Auch insofern bewege ich mich mit folgendem auf dünnem Eis, aber ich will's zumindest mal beschreiten :)

Grundsätzlich halte ich ein Summen für "ungefährlicher" als ein Quietschen, Rattern, Klackern oder Pfeifen. Summgeräusche entstehen bei allem, was sich dreht. Sollten sie also tatsächlich aus dem Motorbereich kommen UND drehzahlabhängig sein, gibt's nicht viele Verursacher:

- Getriebezahnräder
- Lima
- Nockenwellenantrieb
- Wasserpumpe

Bei letzterer ist ein Defekt aber immer an einem Klackern oder Rasseln zu erkennen, ansonsten sollte man sie eher nicht heraushören. Der Nockenwellenantrieb ist ein komplexes System aus Zahnrädern, Rollen, der Kette selbst und dem Spanner. Deren Geräusche sind nicht zu 100% unterdrückbar, sie sind als stetiges Sirren hörbar, sollten aber - bei korrekter Ölmenge - nicht störend wirken. Die Lima ist ein Kapitel für sich. Als Hauptursache setze ich die Getriebezahnräder.
Um sicherzugehen, solltest du den Versuch unternehmen, die tatsächliche Geräuschquelle zu lokalisieren. Über ein Stethoskop verfügst du wohl nicht, ein langer Schraubenzieher hat aber einen ähnlichen Effekt. Einfach mal im Leerlauf an verschiedene Bereiche des Motors halten, Ohr an den Griff drücken, Gasschübe auslösen und lauschen. Wenn dein Gehör noch nicht diskogeschädigt ist, kannst du erstaunlich gut erkennen, was wo Geräusche macht und was nicht. Wenn du über eine Aufbockvorrichtung verfügst, kannst du den Test mit Getriebebelastung wiederholen, dazu ist eine zweite Person hilfreich, die die Gänge durchschaltet.
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Re: Summen aus Motorgehäuse normal?

Beitragvon Gammler » Mo 25. Mär 2013, 20:09

Der Nockenwellenantrieb ist ein komplexes System aus Zahnrädern, Rollen, der Kette selbst und dem Spanner. Deren Geräusche sind nicht zu 100% unterdrückbar, sie sind als stetiges Sirren hörbar, sollten aber - bei korrekter Ölmenge - nicht störend wirken


Es ist auch nicht wirklich störend, aber halt deutlich präsent. Aber halt nur wenn ich bei niedriger Geschwindigkeit Gas gebe, sonst ist alles ruhig da.

Wenn ich beim fahren mal die Birne runter halte find ich das Surren schon recht laut ...
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Re: Summen aus Motorgehäuse normal?

Beitragvon lucky cruiser » Mo 25. Mär 2013, 21:53

Immer unter der Voraussetzung, dass wir jetzt vom gleichen Geräusch sprechen: Ich hatte am Anfang den sehr starken Eindruck, dass die ST keinen Verbrennungs-, sondern in Wahrheit einen Elektromotor besitzt. Speziell beim Beschleunigen drängte sich dieser Eindruck auf, den ich hier an anderer Stelle schon mal mit dem in einer Tram (Straßenbahn) - speziell den älteren - wahrnehmbaren verglichen habe. Inzwischen hat sich dieser Eindruck etwas nivelliert, wobei ich keinen definitiven Grund dafür benennen kann. Wurden die Pötte einfach etwas lauter? Hat sich da irgendwas innerhalb der beweglichen Massen gedehnt oder eingeschliffen? Oder hab ich, der ich bis dahin das dumpf-bollernde MZ-Stakkato im Ohr hatte, mich mit der Zeit einfach nur dran gewöhnt? Keine Ahnung. Was bist du denn vorher gefahren?

Sollte es das gleiche Geräusch sein, von dem wir sprechen, dann kannst du dich denke ich entspannt zurücklehnen. Das gibt sich mit der Zeit. Warum auch immer. Das kannst du meine ich auch hinsichtlich eines möglichen Defekts. Um dich (und irgendwo auch mich) jedoch endgültig zu beruhigen, frag' doch mal deinen Freundlichen bei der nächsten Tass Kaff, was er davon hält. Sollte er dir das :stupid: zeigen, will er nur zu verstehen geben, dass sich alles nur dreht wie es muss ( :mrgreen: Spässchen). Oder er legt Hand an und beseitigt das Übel.

Und bedenke das Einfahren!
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Re: Summen aus Motorgehäuse normal?

Beitragvon Gammler » Di 26. Mär 2013, 01:14

Das ist mein erstes Mopped. Vorher bin ich nur einmal ne Kawa ER6-n gefahren, da ist mir nichts aufgefallen.

Das Mopped habe ich übrigens gebraucht gekauft und hat jetzt 13000 km runter.
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Re: Summen aus Motorgehäuse normal?

Beitragvon lucky cruiser » Di 26. Mär 2013, 07:28

Gammler hat geschrieben:Das ist mein erstes Mopped. Vorher bin ich nur einmal ne Kawa ER6-n gefahren, da ist mir nichts aufgefallen.
Motoren sind nur hinsichtlich ihres Prinzips vergleichbar. Jeder Typ verursacht andere Geräusche. Oder auch keine an Stellen, wo ein anderer sie hat.
Das Mopped habe ich übrigens gebraucht gekauft und hat jetzt 13000 km runter.
Theorie im Eimer. Dann solltest du vielleicht doch mal zum Freundlichen und ihn um sein Ohr bitten.
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Re: Summen aus Motorgehäuse normal?

Beitragvon snowman » Di 26. Mär 2013, 18:31

Hi,

wirklich hilfreiches kann ich leider wohl nicht dazu schreiben, aber ich kann Dir mein Verständnis aussprechen. Ich kenne es selber nur zu Genüge wenn etwas "seltsame Geräusche" macht. Ohne den Vergleich mit anderen Fahrzeugen weiß man oft auch nicht ob es normal oder ein Defekt ist. Das ist mitunter auch ein Grund warum ich doch gerne mal noch einen weiteren Hyosung Fahrer, oder besser dessen Gefährt, hören möchte.

Und manchmal sind sogar die Werkstätten nicht in der Lage etwas zu helfen, oft wurde ich mit "das ist normal" von der Torpedo Garage in Kaiserslautern abgewiesen. Später hat Reitenbach in Lebach dann etliches am Fahrzeug erneuert, weil sich herausgestellt hat, dass das alles doch nicht normal war.
Gruß Snowman

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
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