ich komme heute nach 10 Jahren Hyo an meine Grenzen. Ich werde wahnsinnig, ich finde den Fehler nicht.
Die Mopete meines Sohnes hat sporadische Zündaussetzer. Zuerst nur auf einem Zylinder. Fehlzündungen. Die Kiste zerlegt, Kerzen, Zündspulen mit Kabel und Stecker gewechselt. Die Verdichtung geprüft, Ventilspiel am Auslass Zyli 2 eingestellt, CDI gewechselt. Irgendwann dann lief das Gerät. Hurra. Am nächsten Tag vorsorglich gestartet vor der Probefahrt, wieder läuft die Kiste nur auf einem Zylinder. Erneut rumgebastet, Moped läuft mit Zündstörungen. Auf Falschluft untersucht, alle Unterdruckschläuche geprüft, die Sitze nachgesetzt und Vergaserflansche mit Fitwasser abgepinselt. Plötzlich läuft Moped wieder. Hurra. Vorbereitung zur Probefahrt, an der Garagenausfahrt geht Motor wieder aus und seither nix mehr mit anspringen.
Mir fällt nichts mehr ein, was ich noch tun kann. Das wird nun wohl ein Fall für die Werke. Grrrrr... Mein Ehrgeiz ist am Boden zerstört.
Nur zum besseren Verständnis: -> Hat die Kiste Zündaussetzer oder Fehlzündungen? Das ist nicht das gleiche. -> Welcher Zylinder arbeitete nicht? Immer der gleiche? Wie hast du das festgestellt?
Du hast zwar viel gemacht, aber hast du auch geprüft, ob vergaserseitig alles in Ordnung ist? Und ob überhaupt Sprit zu ihm kommt? Nicht, dass es am Ende an einem verstopften oder defekten Unterdruckbenzinhahn liegt ...
meine Mopete macht schon länger, eher selten, aber wenn, dann so zwischen 4-6TUpm, Zündprobleme.
Mir ist jetzt zufällig aufgefallen das wenn ich am Zündschloß spiele (wackel) eben genau diese unerklärlichen Aussetzer reproduzierbar provoziert werden können,
scheinbar ist entweder das Innenleben des Zündschloß ausgenudelt oder die Kontaktplatte bzw die Kontakte sind zum Teufel,
egal, kommt demnächst mal bei Gelegenheit nen neues Schloß an meine Diva, gibt schlimmeres ,
die Kiste hat beides. Fehlzündungen und Aussetzer. Mal läuft ein Zylinder einfach nicht mit, mal knallt die Kiste wie verrückt. Ich hab zwar den Vergaser zerlegt, Düsen geprüft und die Unterdruckmembranen untersucht. Alles i. O. An den Spritweg habe ich auch schon gedacht, zumindest die Membran der Spritpumpe ist auf Dichtheit geprüft, ebenso dass zumindest am Eingang der Benzinpumpe Sprit ankommt. Nicht geprüft ist der Weg zwischen Pumpe und Vergaser. Dort werde ich nochmal schauen. Und dass der Motor gar nicht mehr anspringt, spricht für den Vorschlag.
Ich hatte schon darüber nachgedacht, ob vielleicht eine Steuerkette übergesprungen sein kann. Ist aber auszuschließen, da nach der Ventileinstellung der Motor mal kurz einwandfrei lief. Außerdem wäre mir mit Sicherheit beim "spionieren" die Unsynchronität der Nockenwellennocken aufgefallen.
Zündaussetzer UND Fehlzündungen deuten für mich auf falsche Steuerzeiten, also Zündimpuls zu spät oder zu früh, hin. Hat sich durch das ständige Neuansuaugen frischen Benzin-/Luftgemischs genügend Sprit eingefunden, explodiert es mit Knall, weil es dann nur auf den Impuls und dessen Folge ankommt, nicht mehr auf den korrekten Zeitpunkt. Zweite Möglichkeit ist ein nur sporadisch übertragender Zündimpuls. Das hätte den gleichen Effekt. Ursache kann vieles sein. Da du aber schon so gut wie alles zündseitig ausgetauscht hast, kommt in diesem Fall nur noch ein unbemerkter Fehler beim Zusammenbau in Betracht oder tatsächlich redflashs Theorie eines defekten Zündschlosses. Könnte man aber leicht feststellen, indem du es für einen Versuch mal überbrückst.
Kann nachvollziehen, dass man irgendwann wie der Ochs vorm Berg steht. Ging mir im letzten Jahr auch so. Meine Lösung taugt jedoch bei dir nicht, denn sie bestand erstens im Austausch einer nicht mehr korrekt arbeitenden Benzinpumpe (die der Mühle deines Filius völlig fehlt) und andererseits der Beseitigung einer kalten Lötstelle , mit der ich das Impulsgeberkabel der hinteren Zündspule, das ich mal angezwickt hatte, um meinem DZM Messpotenzial zu verschaffen, zu besserer Verbindung verhelfen wollte. Das erste Problem führte dazu, dass der Motor überhaupt nicht mehr ansprang, das zweite zum Ausfall des hinteren Zylinders, aber erst dann, wenn der Motor warm gefahren war. Da komm mal drauf ...
Ich vermute, dass das Problem bei deinem Patienten ein ähnlich einfaches ist. Aber ein biestiges ...
Versuch es doch mal mit ordentlich Startpilot. Das ist immer ein probates Mittel zum Prüfen, ob der Stillstand vom fehlenden Sprit kommt. Danach, als Klassiker aus alten 50er-Zeiten: Kerze raus, in den Kerzenstecker drücken und das Ganze auf den Zylinder legen. Zündfunke?
Für mich liest sich das so, als wenn Du irgendwo einen Masseschluss hast. Zuerst sporadisch, durch Bewegung/Scheuern, und jetzt halt dauernd.
Falls Du ein Zündschloss zum Testen brauchst, kann ich Dir, gegen Porto, eins leihweise schicken. Die Zünschlösser sollten bei allen GTs gleich sein.
@Olli Die Hyo-Zündschlösser neigen scheinbar dazu sich selber zu zerlegen. Hatte jetzt schon zwei, wo sie die Grundplatte zerdröselt hat. Die Plastik-Splitter finden sich dann auf der Kontaktplatte, im Fett, und klemmen sich ggf. zwischen Platte und das Kontakt-Federelement. Schon ist die Verbindung gestört. Eines habe ich wieder gangbar bekommen, aber das andere war final hin. Zu viel Bruch.
@Uwe Braucht die Hyo Zündunterstützung durch die Lima? Ich bin als Studi meine alte Kawa Z1-R ein 3/4 Jahr und gut 2000km ohne Rotor gefahren, weil der sich von der Welle gelöst hatte und der Konus dann kaputt war. Solange man immer eine volle Batterie hatte, ging das prima. Falls die Hyo Zündunterstützung braucht, wäre das natürlich ein guter Ansatzpunkt.
na, kommen nicht von dem Rotor die Positionen, wo die KW steht und also wann gezündet werden soll (+CDI)? Dort fragt foch der Pickup ab. Und wenns dort schlackert, stimmen die Zündzeitpunkte nicht. Bis der Rotor ganz wegfliegt. Oder der Pickup ist lose oder mit Wackler...
flydown hat geschrieben:Hi, na, kommen nicht von dem Rotor die Positionen, wo die KW steht und also wann gezündet werden soll (+CDI)? Dort fragt foch der Pickup ab. Und wenns dort schlackert, stimmen die Zündzeitpunkte nicht. Bis der Rotor ganz wegfliegt. Oder der Pickup ist lose oder mit Wackler... Viele Grüße Uwe
Hast Recht Uwe. Hab mir das eben mal auf dem Fich und im Schaltplan angesehen. Das Signal vom Pickup geht, wie Du sagst, in die CDI. Das wäre natürlich eine interessante Fehlerquelle. Wenn das Pickup-Signal nicht richtig in der CDI ankommt dann wären die beschriebenen Fehler sehr gut möglich. Rotor lose halte ich aber eher für unwahrscheinlicher, als Kabel bzw. Pickup defekt.
Seltsam, ich finde den Pickup nirgends als Ersatzteil. Bei keiner GT!
ich glaub, Mopete ist auf dem Weg der Besserung. Als Erstes hat die Benzinpumpe eine Macke, ein Ventil sitzt nicht mehr richtig (siehe Foto). Des Weiteren habe ich noch aus MZ, Trabbi und Wartburgzeiten eine Stroboskoplampe (wer auf dem Gebiet Erfahrung hat, ich meine die im Föngehäuse - meist Orange). Ich wollte nochmal prüfen, ob der Zündzeitpunkt richtig sitzt und siehe da, die Lampe blitzte nur sporadisch. Ich habe dann Plus von der Batterie an die hintere Zündspule testweise überbrückt und siehe da, plötzlich gabs regelmäßige Blitze. Habe beides aufgrund Eurer Hinweise abgeprüft. Morgen gehts dem Zündschloss ans Eingemachte. Also doch erst mal nix mit Werke.
Wenn sich das Zündschloss als 2. Schuldiger bestätigt, mach ich noch ein Foto für die Nachwelt.
Was noch aus meiner Sicht wichtig wäre. Der Hinweis, dass der Rotor lose wäre, dem wäre ich zu allerletzt nachgegangen. Ich hab bekanntlich schon 2 GT-Motoren mit Ventilschäden grundinstandgesetzt und kenne daher den inneren Aufbau. Wenn der Rotor locker wäre, würde man das auf jeden Fall hören. Und die Passfeder ist so dimensioniert, dass sie nicht abscheeren dürfte. Den Lösungsansatz halte ich daher zwar nicht für gänzlich ausgeschlossen, aber ziemlich unwahrscheinlich.