Da kommen wir ned gut wech




Allgemeine Fragen und Antworten rund um Hyosung.

Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon Klausimann » Mi 12. Feb 2014, 22:47

MOTORRAD- Fuhrparkleiter Rainer Froberg, 49, fährt mit wechselnden Maschinen täglich über 100 Kilometer. Auf die sportliche Hyosung lässt er sich mit Spannung ein.
Eine Harley Road King und ein seltener Youngtimer sind mein Eigen, doch für den täglichen Arbeitsweg eignen sich diese Stühle leider überhaupt nicht. Als Fuhrparkleiter habe ich aber die Freiheit, äh, ich meine natürlich die Pflicht, verschiedene Testmotorräder ausgiebig zu prüfen. 52 Kilometer einfacher Weg sind es von meiner Haustür in Ursenwang bei Göppingen bis nach Stuttgart-City. Der Weg führt über ein paar kleine Käffer auf die Schnellstraße B10, ab Plochingen gibt es oft Stau, dann umfahre ich das Chaos über geheime Nebenstrecken.
Übliches Tempo: von Schrittgeschwindigkeit bis etwa 130 km/h. Eigentlich gute Testbedingungen. Wenn mich ein Motorrad besonders interessiert oder emotional anmacht, nutze ich den Rückweg mit einigen Extraeinlagen über die Schwäbische Alb. Dann spule ich dreistellig runter und weiß sofort Bescheid: Sahnestück oder Gurke. Ich nehme die Schlüssel der Hyosung GT 650 S vom Brett, bin neugierig. So einen Hobel haben wir schließlich nicht alle Tage da. Kollege Luca Leicht, der die Maschine an Land zog, schwärmte vom jungen Baujahr und der geringen Laufleistung . Unter 5000 Kilometer! Von den Eckdaten her macht die Maschine auch einen guten Eindruck, die müsste mich also gut heimbringen.
"Im Normalbetrieb okay, auf Holperstraßen eher unschön"
Doch beim Anlassen benimmt sich die Beinahe-Neumaschine etwas merkwürdig. Ich drücke den Starterknopf, und: öddel, öddel, öddel – nichts. Noch mal: öddel, öddel – wieder nichts. Erst jetzt erkenne ich, dass dieses Motorrad, wohlgemerkt Baujahr 2009, Vergaser statt Einspritzung besitzt und dass mit Choke gestartet werden muss. Finde ich nicht mehr zeitgemäß, aber gut: Choke raus, öddel, öddel, hüstel, hüstel, sprotz, brumm – endlich läuft der Viertakter, wenn auch mit ein paar Verschluckern.
Die Klangkulisse des Zweizylinders ist allerdings nicht so der Hit, irgendwie klapperig, damit kann man aber leben. Raus aus der Stadt läuft zunächst alles prima. Die Maschine liegt auf der kurvigen Weinsteige stabil in Schräglage, und auf der Autobahn bei Highspeed zuckt sie nicht, wunderbar! Also: im Normalbetrieb alles okay.
An den Grenzen der Erträglichkeit
Aber rauf zu meinen Lieblingsstrecken auf der Alb gibt es Holperstraßen, auf denen die Hyosung sofort an die Grenzen des Erträglichen kommt: Deutliches Aufstellmoment, Druckpunkt der Vorderradbremse wandert, beim Herausbeschleunigen in Bergkehren müht sie sich ab, braucht zu häufig die Drehzahlpeitsche. Nicht schön. An den kommenden Wochentagen nehme ich jedenfalls keine freiwilligen Umwege mehr. Ich frage mich: So was kaufen? Klare Antwort: Nein. Für gut 2500 Euro fände ich für meinen Arbeitsweg einen passenderen Lastesel, wohl eher ein gepflegtes Japan-Moped. Vermutlich ein langweiligeres und wohl auch deutlich älteres als die Hyosung, aber der Korea-Exot wirkt auf mich sehr unausgereift und versprüht zu wenig Flair.

Gruß Klausimann

:sbier:
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von Anzeige » Mi 12. Feb 2014, 22:47

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Re: Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon Hartmut Eiber » Do 13. Feb 2014, 09:37

Tja Klaus,

wenn der Fuhrparkleiter so ein Motorradkenner wäre, wüßte er das ab baujahr 2008 keine Vergaser mehr produziert wurden.
Ab Baujahr 2008 gab es die Einspritzer, Wen man sich in oder auf ein fremdes Fahrzeug setzt sollte man sich erst eimal mit diesen vertraut machen :fluch: :wall:
Ich setze mich auch nicht auf einen LKW und weiss sofort wo alles ist oder wie es Funktioniert.
Wenn das Fahrwerk nicht auf Ihn eingestellt ist, was bei unserer Hyo noch manuell geschieht und nich wie bei den Nobelböcken per Knopfdruck braucht man sich nicht wundern :bäh:
Ebenso ist die Pneuwahl sehr maßgebend was man spürt.
Für mich ist er nur ein gesponsorter Redakteur alla ADAC, gib mir Baksisch und du hast ne tolle Bewertung :dance: :bier:
Das ist meine Perönliche Meinung zu diesen Artikel ebenso habe ich mit meiner Hyo andere Erfahrungen gemacht, Alleine die Umstellung der reifen von Bridgestone auf Michelin trugen einer spürbaren
verbesserung der Fahrergonomie und Kurvenlage bei

Gruß aus Unterfranken
Hartmut :moped:
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Re: Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon lucky cruiser » Do 13. Feb 2014, 13:30

Irgendwo gibt's hier einen thematischen Parallelthread zu den Ergüssen dieses großen Meisters. Hab ihn nur noch nicht gefunden ...
in dubio pro "hyo"
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Re: Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon Belphegor » Do 13. Feb 2014, 13:43

lucky cruiser hat geschrieben:Irgendwo gibt's hier einen thematischen Parallelthread zu den Ergüssen dieses großen Meisters. Hab ihn nur noch nicht gefunden ...


Da kann ich abhilfe schaffen:
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Re: Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon lucky cruiser » Do 13. Feb 2014, 16:46

Genau :thumb:
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Re: Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon redflash » Do 13. Feb 2014, 16:49

Aus dem Büro schleichen,
mir irgendeine Mopete schnappen die da grade in Reichweite steht,
draufspringen,
losfahren und sich wundern das es irgendwie nicht so das tolle Fahrgefühl wird das ich mir erhofft habe.

Hat der Test-Trottel eigendlich nen Führerschein,
man lernt doch in jeder Fahrschule das ein Fahrzeug (beim erstmaligen gebrauch sowieso) auf den Piloten angepasst/eingestellt werden muß.

Die bunten oder auch nicht bunten Schrauben/Schräubchen sind nicht nur zur Zierde,
da kann man schon einiges am Fahrwerk zum Guten richten,
aber was solls, über solchen Schmarrn lächel ich :lol2: ,

Olli
leg Dir dein Mopped auf´n Huf, und du weißt ob du ne schwere Maschine fährst :sch_lol1:
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Re: Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon Body » Do 13. Feb 2014, 18:09

Genau solche Typen brauchen wir hier. Nehmen sich irgend eine Mopette und hämmern los ,ohne den hauch von Ahnung zu haben. Erst belesen ,dann vertraut machen ,eine weile fahren und anschließend sein Kommentar abgeben. :fluch: Grüße Body
Body
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Re: Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon Klausimann » Do 13. Feb 2014, 18:37

Also ich hatte auch eine S und habe die geliebt !!! :moped:

Gruß Klausimann

:sbier:
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Re: Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon Mali Mopete » Do 13. Feb 2014, 19:34

Bei einer derartigen "Berichterstattung" fehlen mir beinahe die Worte!
Ich liebe meine Hyos gerade wegen ihrer Eigenständigkeit und Ihrer Charaktere!
Stellt euch vor jeder wüsste die Vorzüge unserer Hyos gebührend zu würdigen, das währe doch nicht zum aushalten. :wall:

Gruß Mali
Mali Mopete
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Re: Da kommen wir ned gut wech

Beitragvon Ryan195 » So 23. Feb 2014, 21:09

Gebe jeden Recht von euch und natürlich wird einem auch in der Fahrschule beigebracht, dass jedes Motorrad sich anders verhält, fährt. Ich muss wissen war noch im august letzten jahres in der Fahrschule :dance:
Die GT als gefährtin ist für einen Anfänger ist einfach nur Top :D
Sowieso bekommt man für das geld nichts vergleichbares auf dem motorradmarkt.
Als Stift muss ich sagen das ich froh bin, dass ich mir ne hyo geholt hab die fast neu ist und nicht ne honda oder kawa mit dem 10fachen an km.

JEDER der sagt, das dieses möpp mist ist oder ne billige atrappe hat einfach keine Ahnung. -> :fresse:
Freu mich wieder richtig auf den 1.3., leute kanns kaum erwarten :moped:
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