Kurzstrecken




Allgemeine Fragen und Antworten rund um Hyosung.

Kurzstrecken

Beitragvon Meise » Mi 26. Feb 2014, 20:21

Hallo,
Ich habe mir heuer eine gt 650ir gekauft wie sieht es aus mit Kurzstrecke (ca 10km) schadet ihr das?
Ich würde natürlich am Wochenende dann schon auch eine längere Strecke fahren so 50km rum .
Vorallem weil ich sie Hald noch einfahren muss .
Kurzstrecken ja oder nein ?

Danke im vorraus
Meise
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von Anzeige » Mi 26. Feb 2014, 20:21

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Re: Kurzstrecken

Beitragvon balluna » Mi 26. Feb 2014, 22:00

Erstmal Glückwunsch zum Moped.
Aus meiner Sicht, ist die Kurzstrecke kein Problem. Doch solltest du bedenken, nach 10 Kilometer ist dein Moped gerade mal warm gefahren.
Dann stellst du es wieder ab, vergleiche das mit einem Sportler aufwärmen, wieder hinsetzen, kalt werden wieder von vorne los. Davon geht der Sportler nicht kaputt, aber irgendwann bringt er halt nicht sie Leistung, welche man von Ihm erwartet.
Am Wochenende 50 KM Respekt. Nur ne kleine Runde fängt bei mir so um die 80 Kilometer an.
Am Wochenende kann die Runde schon mal 200 bis 300 Kilometer ausfallen. Und dem Moped hats noch nie geschadet.
Gruß Jürgen
Bin Ich zu Langsam bist Du zu Schnell !!!
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Re: Kurzstrecken

Beitragvon lucky cruiser » Mi 26. Feb 2014, 23:37

Es gibt Fragen, da gibt's kein "Ja" oder "Nein". Deine gehört dazu.

Grundsätzlich sind Kurzstrecken Gift für den Verbrennungsmotor. Die Frage ist, worin besteht das Gift und wann wirkt es warum wie schnell.

a) Gift
Eigentlich müsste ich "Gifte" sagen, denn es sind mindestens zwei. Das erste besteht aus Verbrennungsrückständen, die aufgrund der im kalten oder nur halbwegs warmen Betriebstemperatur des Motors ins Motoröl gelangen und dessen Schmiereigenschaften herabsetzen. Bei einem Motor unter Betriebstemperatur kochen diese Bestandteile buchstäblich heraus, wird dieser Zustand nicht erreicht, bleiben sie drin und werden durch weitere Kurzstrecken ständig mehr. Gegenmaßnahme: kürzere Ölwechselintervalle.
Das zweite Gift ist Wasser. Wasser entsteht bei jeder Verbrennung von Kohlenwasserstoffen, wobei Verbrennung chemisch nichts anderes ist als die Oxidation von Kohlenstoffen unter Sauerstoffzugabe bei großer Hitze. Das Wasser ist zunächst gasförmig, kondensiert aber gemeinerweise an allen Stellen, die kühler sind als die dessen Gasförmigkeit begünstigende Umgebung. Also den Brennraum. Beim Motor ist das logischerweise der Auspuff. Die sind üblicherweise nur außen gegen Rost geschützt, innen jedoch nicht. Fährt man nur Kurzstrecken, bleibt der Auspuff zu kühl, und Wasser bliebt drin. Nicht schön auf die Dauer. Lässt sich auch nicht wirklich durch Wochenendheizereien verbessern. Bei denen verdunstet zwar das bis dahin vorhandene Wasser, aber es hatte Tage Zeit zum Wirken.

b) Umweltbedingungen
Es leuchtet ein, dass kühle Umgebungsbedingungen auch einen längeren kühlenden Einfluss auf Wärme erzeugende Gegenstände ausüben als wärmere. Ein Motor wird im Sommer also schneller betriebswarm als im Winter. Kann man ihn im Sommer auf einer Strecke von 10 Kilometern schon gut heiß fahren, reicht's im Winter grade mal, um sich danach kurz die Hände anzuwärmen. Mit anderen Worten: Kurzstrecken zu fahren verursacht im Sommer erheblich weniger Folgeprobleme als im Winter.

Ich weiß, es gibt auch Frühling und Herbst, aber wie sich Temperaturen von 10 - 15 Grad auf einer Strecke von 10 Kilometern auswirken, kann sich jeder ausmalen, wenn er sich Umgebungstemperaturen von 25 Grad oder mehr vorstellt.

c) Fazit
Kurzstrecken im Sommer ja, im Winter nein, im Frühjahr und Herbst jein.
in dubio pro "hyo"
If you can't fix it with a hammer, it might be an electrical problem.
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