Bremse fest / schwer gängig (hinten)




Einstellung und Optimierung der Bremsen, des Fahrwerks und die richtige Reifenwahl

Bremse fest / schwer gängig (hinten)

Beitragvon STL » Mi 6. Mär 2013, 11:36

hatte gegen ende der letzten saison immer mal das gefühl, dass bei ersten bremsen irgendwas leicht blockiert.
musste also das pedal nach den ersten Metern mal kurz etwas kräftiger antippen, danach lief alles wie es soll.

jetzt nach den ersten bewegungen in der garage, stellte ich fest, dass ich zwar das pedal durchtreten konnte, aber die hintere bremse
löste sich kaum noch noch. nach mehrmaligen betätigen des pedals rollte das moped wieder.
gestern nun das selbe spiel.
musste in der garage mal schnell rangieren .... schwups ... bremse hinten löste sich kaum noch.

ich tippe mal ganz stark auf bremskolben. diese wieder gangbar zu machen setzt voraus, dass ich auch die dichtringe mit wechseln müsste,
die ich aber nicht in der schublade liegen habe.

nun meine frage an's fachpublikum:
bremssattel abschrauben und mit bremsenreiniger an's werk gehen, löst das problem wohl eher nur temporär, da ich an die kolben auf diese weise gar nicht ran komme.
hier würde lediglich der bremsstaub beseitigt.

gibt's ne alternative? wollte jetzt ungern die bremse zerlegen, ohne entsprechendes rep-kit.
Glück Auf!
STL, der alte Schachter in Mittelfranken!
Benutzeravatar
STL
Biker
Biker
 
Beiträge: 412
Registriert: So 3. Apr 2011, 13:53
Wohnort: Mittekfranken
Motorrad: HD RoadKing Custom
EZ (Jahr): 2006

von Anzeige » Mi 6. Mär 2013, 11:36

Anzeige
 

Re: Bremse fest / schwer gängig (hinten)

Beitragvon lucky cruiser » Mi 6. Mär 2013, 21:00

Bremskolben neigen zu Verklemmungen, wenn die Klötze zu sehr abgenutzt sind (dann steht er einfach zu weit raus und kriegt Dreck ab, der sich festsetzen kann und sein Zurückflutschen erschwert) oder neue Klötze eingebaut wurden, ohne den Kolben aus gleichem Grund gründlich gereinigt zu haben. Einen schwergängigen Bremskolben wieder flott zu bekommen, ist durchaus möglich. Sofern der Dichtring noch in Ordnung ist. Bevor du dich ans Werk begibst, lass etwas mehr als die Hälfte der Bremsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter ab. Entweder klassisch durch Pumpen oder mit Saugheber. Verhindert Schweinereien durch Überschwappen bei späteren Reindrückversuchen. Nachdem du den Sattel abgeschraubt und die Klötze entfernt hast, versuch, den Kolben soweit wie möglich nach außén zu drücken. Das geht am besten mit Pumpen (vorher Deckel wieder aufschrauben, danach wieder lösen). Den Kolben mit WD40 oder Ballistol, notfalls unter Zuhilfenahme feinen Schmirgelpapiers, glätten (achte auf den Dichtring!) und wieder gängig machen.
Funktioniert das, sollte das Problem nach Wiederbefüllung und Verschluss des Vorratsbehälters behoben sein. Entlüften nicht vergessen.

Wenn nicht, bleibt nur der Austausch des Bauteils.
in dubio pro "hyo"
If you can't fix it with a hammer, it might be an electrical problem.
Benutzeravatar
lucky cruiser
Lebende Legende
Lebende Legende
 
Beiträge: 3666
Registriert: Di 22. Nov 2011, 23:09
Wohnort: NRW
Motorrad: ST 700i, ex MZ 1000 S(T)
EZ (Jahr): 2011
Modelljahr: 2010



Ähnliche Beiträge


Zurück zu ST 700 - Bremsen, Fahrwerk & Reifen


Wer ist online?

0 Mitglieder

cron