Reifenerfahrung ST 700




Einstellung und Optimierung der Bremsen, des Fahrwerks und die richtige Reifenwahl

Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon lucky cruiser » Fr 22. Feb 2013, 21:49

Das mit dem Ersatzteillistenfehler glaube ich allerdings auch. Aufgrund meiner Reklamation hat sich der Dealer zunächst "bei Hyosung" (also bei MSA)
erkundigt und von dort erfahren, dass die mir gelieferte Hochkopf-Inbus sowohl für die hintere, als auch für die vordere Scheibe bestimmt sei.
Genau das deutet auf den Listenfehler. Der Dealer hat also alles richtig gemacht.
Was ich bis jetzt sicher sagen kann, ist, dass die gelieferte Hochkopf-Inbus nur für die hintere Scheibe passt.
Deswegen werde ich den Satz auch behalten, weil es wohl in einem Jahr zusammen mit dem Reifenersatz (dem hinteren Shinko sieht man die 8000 km im Gegensatz
zum vorderen überhaupt nicht an) an die Politur der hinteren Felge geht. Spannend ist, ob die jetzt im Kulanzweg gelieferten Flachkopf-Inbus längenmäßig passen werden
oder ob ich sie kürzen muss.
Das kann ich aber tatsächlich erst beantworten, wenn die Felge wieder da ist.

Wenn das alles geklärt ist, wäre zu überlegen, ob die vordere Schraube nicht nach mir benannt werden könnte. So als "Entdeckerbonus" :mrgreen:
Zuletzt geändert von lucky cruiser am Sa 16. Mär 2013, 14:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon lucky cruiser » So 3. Mär 2013, 00:09

Auf der linken Pelle werde ich in Kürze rollen :D

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Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon STL » So 3. Mär 2013, 11:40

lucky cruiser hat geschrieben:Auf der linken Pelle werde ich in Kürze rollen

stell ich mir lustig vor ;-)
Glück Auf!
STL, der alte Schachter in Mittelfranken!
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Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon lucky cruiser » So 3. Mär 2013, 12:00

Seh' schon, war 'ne Steilvorlage :mrgreen:
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Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon lucky cruiser » Sa 16. Mär 2013, 12:20

lucky cruiser hat geschrieben:(...) Spannend ist, ob die jetzt im Kulanzweg gelieferten Flachkopf-Inbus längenmäßig passen werden oder ob ich sie kürzen muss. Das kann ich aber tatsächlich erst beantworten, wenn die Felge wieder da ist.
Zwischenstand: Felge ist wieder da (sieht blendend aus ;) ). Es gab eine leichte Verzögerung, weil der Politeur mit dem Innendurchmesser der Radlager nicht klarkam. Die mussten erst raus, was zu einem ungeplanten Felgen-Hopping führte. Hab' sie am Schluss dann von meinem langjährigen Freundlichen durch SKF-Lager ersetzen lassen, die nicht nur, wie die originalen, einseitig geschlossen sind. Seit dieser Aktion weiß ich, dass ST und Roller etwas verbindet, der Innendurchmesser der Radlager nämlich. Ist zu bedenken, wenn jemand hier ebenfalls vorhat, seine Felgen polieren zu lassen.
Anyway. Die mir zur Verfügung gestellten Alternativ-Schrauben wurden gestern getestet. Ergebnis: Kürzen ist nicht notwendig, allerdings muss eine Unterlegscheibe 10,5 x 21 gesetzt werden, um den im Vergleich zur O-Schraube etwas höheren Bund der Alternativ-Schraube auszugleichen. Schrauben sitzen satt. Sehr schön. Wen's interessiert, es handelt sich um die Schrauben mit ArtNr 26788 bei Racing Planet.
Seit gestern ist die Felge auch neu bepellt. Mal gucken, wie sich sowohl der Heidenau als auch die veränderte Größe (120/90 statt 120/80) auswirken. Oder ob überhaupt. Der Lenker wird mir definitiv etwas entgegenkommen.
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Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon lucky cruiser » So 7. Apr 2013, 20:05

Gefühlte fünf Monate nach dem offiziellen Saisonstart war es heute soweit: Die erste Testfahrt mit frisch poliertem Vorderhuf auf neuem Gummi. Unwiderstehlicher Sonnenschein und achtbare 9 Plusgräder ließen Machbarkeitsstudien reifen, die in die Praxis umgesetzt werden wollten. Knapp 100 Kilometerchen wurde der neue Heidenau eingefahren. Trotz der nur suboptimal ermöglichbaren Reifentemperaturen muss ich sagen, dass der neue Pnö im Vergleich zum Shinko wunderbar ist. Das Einlenkverhalten ist prima, er ist spurstabil und verleiht in Kurven die auf der ST bislang nicht herstellbare Sicherheit. Der hinten noch vorhandene Shinko stört nicht, im Prinzip könnte er auch drauf bleiben. Seine im Vergleich zum vorderen Reifen größere Aufstandsfläche macht einige seiner Gummieigenschaften wieder wett. Sehr schön das alles.
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Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon lucky cruiser » So 9. Jun 2013, 12:27

Auch hier eine kleines Update nach insgesamt gut 600 Kilometern in den letzten drei Wochen.

Heidenau und Shinko vertragen sich weiterhin wunderbar. Wenn es der Straßenbelag bzw. dessen makellose Qualität und Güte zulassen, kann ich fast schon sportliche Kurvenradien zirkeln, ohne dass das Popometer anschlägt. Gratuliere mir weiterhin zum Austausch.

Dass der Vorderreifen erheblich spurstabiler als der Shinko ist, könnte neben der unterschiedlichen Gummimischung beider Reifen auch mit der im Vergleich zum Shinko abweichenden Flankenhöhe des Heidenaus zusammenhängen. Um das untermauern oder widerlegen zu können, müsste ich allerdings eine Testreihe aufmachen. Da ich aber nicht beim ADAC, bei der Stiftung Vasentest oder anderen Einrichtungen, die sich mit Produkttests beschäftigen, arbeite, wird das nur in Etappen realisierbar sein. Und wenn ich nach etlichen Kilometern und zentimeterdickem Gummiabrieb dereinst mal alle Marken durchgetestet habe, ist die zu treffende Aussage am Ende auch höchst relativ. Haben sich doch die Reifen der einzelnen Hersteller mit der Zeit ebenfalls geändert ...

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Mir fällt - zunehmend unangenehm - die Unterdämpfung der vorderen Telegabel auf. Davon las ich schon in irgendeinem Testbericht. Das Ansprechverhalten der Dämpfer ist in der Tat nicht grade sensibel. Kleinere Bodenunebenheiten, wie es sie nun mal sehr häufig bei den bei uns vorhandenen ungebügelten Straßen gibt (denke schmachtend an die in der Schweiz angetroffene Qualität), werden fast ungedämpft weitergegeben, was bei konstanter Geschwindigkeit zum Wackeln des gesamten Vorderbaus führt. Souveräne Radführung ist was anderes. Da sich dabei ja stets auch der Scheinwerfer kurz hebt und wieder senkt, dürfte das bei entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern dein Eindruck erwecken, als hätte ich eine Stroboskoplampe an Bord :shock:
Ich sollte an dieser Stelle nicht verschweigen, dass das von mir der Unterdämpfung zugeschriebene Phänomen auch eine Folge des inzwischen verbauten größeren Windschilds sein könnte. Immerhin wird dadurch der Vorderbau mit zunehmender Geschwindigkeit bzw. bei starkem Gegenwind entlastet, was Auswirkungen auf die Feinheit der Dämpfung hat. Gegen diese Möglichkeit spricht allerdings aus meiner Sicht, dass das Wackeln auch bei niedrigem Landstraßentempo ohne Gegenwind verursacht wird. Zweitens könnte die Auswuchtung des Reifens nicht optimal genug erfolgt sein. Dann allerdings würde das Vorderrad auch bei topfebener Straße unruhig werden, was jedoch nicht der Fall ist.

Da ich an den Federbeinen sicher nicht sehr viel verändern kann (außer durch den Einbau anderer Holme), werde ich mal testhalber mit der Absenkung des Luftdrucks experimentieren. Schrittweise um 0,1 Bar. Die Kurvenstabilität soll ja nicht gleich auf Null reduziert werden ...
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Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon Guido.M » So 9. Jun 2013, 15:43

:resp: lucky-merkt man doch sofort daß hier jemand schreibt der von der Materie was versteht ;)
Aber ich kann Dich ein wenig trösten,die Gt-N ist genauso bretthart und schüttelt einen,bei schlechter,unebener Fahrbahn,genauso kräftig durch.
Reifenluftdruck verändern bzw.damit experimentieren ist eine tolle Sache,hab ich bei meiner 7er erst durch um ein wenig flinker durch die Kurven zu kommen ;)
Bei der Hyosung bin ich noch garnicht darauf gekommen dieses ebenfalls mal zu versuchen :gruebel:
Naja,sie ist ja eh in den letzten 3 Monaten nur zum Spazierenfahren mit Frau in Gebrauch :roll:
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Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon lucky cruiser » Di 9. Jul 2013, 20:08

lucky cruiser hat geschrieben:(...) Da ich an den Federbeinen sicher nicht sehr viel verändern kann (außer durch den Einbau anderer Holme), werde ich mal testhalber mit der Absenkung des Luftdrucks experimentieren. Schrittweise um 0,1 Bar. Die Kurvenstabilität soll ja nicht gleich auf Null reduziert werden ...
Oft ist ja weniger mehr, aber beileibe nicht immer. Paradebeispiel ist der Heidenau. Nachdem mir grade auf der jetzt beendeten Rundtour irgendwann auffiel, dass der Vorderbau umso ruhiger wird, je länger ich fahre, habe ich meine Luftdrucksenkungsreihe eingestellt und begann mit der Erhöhung. Schon bei 2,2 bar ist deutlich Ruhe im Lenker, nur getrübt durch Unebenheiten des Straßenbelags. Werde jetzt schrittweise um 0,1 bar auf maximal 2,5 bar erhöhen. Mal sehen, was das ergibt.
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Re: Reifenerfahrung ST 700

Beitragvon lucky cruiser » So 31. Aug 2014, 15:02

So, habe mal diesen etwas angestaubten Thread aus dem Keller geholt, um ihn etwas zu säubern und zu refreshen.

Die Testreihe mit der sukzessiven Erhöhung des Luftdrucks hat sich als unnötig erwiesen. Die Instabilität wird im Wesentlichen durch das Windschild verursacht und ließ sich erfolgreich durch die Anbringung eines Zusatzsreens beinahe vollständig abstellen. Dass sich die Fuhre bei böigen Winden (in der Eifel keine Seltenheit) durch die noch größere Windlast eher wie ein Segler verhält, muss hingenommen werden. Daran ändern auch unterschiedliche Drücke im Pnö nichts.

Der hintere Shinko hat jetzt 18.000 Kilometer abgedreht. Respekt. Bei der Emme wähnte ich mich schon im Guinessbuch, wenn der Hinterreifen 10.000 km durchhielt. Doch so allmählich neigt sich die Kooperation mit dem Shinko dem Ende entgegen. Er erreicht die Verschleißgrenze, sodass zur nächsten Saison Ersatzbeschaffung angesagt ist. Dann wird wieder Markengleichheit vorn und hinten herrschen und es gibt auch endlich die Gelegenheit, die hintere Felge polieren zu lassen. Traute mich zuletzt schon garnicht mehr, den Bremsabrieb abzuduschen, der die Flecken gnädig überdeckte :shock:
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