Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss




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Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon sir lunchalot » Sa 9. Jul 2016, 23:05

Hallo

Ich habe hier 2 Hyosung GT 125. Beide sind laut Fahrgestellnummer die erste Baureihe (GT 125 N). Bj. 203 und 2004). Beide Nummern beginnen mit "KM4MF5...".

Die etwas neuere hat einen Unterdruck-Anschluss am hinteren Ansaugstutzen, welcher jedoch mit einer Schraube verschlossen ist. Die Ältere von beiden hat dieses Abgang auch, allerdings ist dieser nicht einfach verschlossen, sonder es gängt ein Schlauch dran, welcher wiederum zu einem T-Stück geht und dann irgendwo hin. Habe von Zweirädern leider wenig Ahnung.

Hinzu kommt: bei der Neueren sind die beiden Vergaser hinten mit einem Schlauchverbunden, bei der Älteren nicht.

Kann mir jemand den Sinn bzw. den Unterschied der beiden Varianten erklären?

Beste Grüße!BildBild
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von Anzeige » Sa 9. Jul 2016, 23:05

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Re: Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon flydown » So 10. Jul 2016, 06:30

Guten Morgen,

original wird der Unterdruckanschluß der Benzinpumpe von beiden Ansaugstutzen bedient.
Da hat jemand bei dem einen Motorrad, warum auch immer, den hinteren Ansaugstutzen ausgeschlossen.
Vielleicht war das geknickte Schlauchstückchen undicht, das T- Stück verloren oder so.
Kann man machen, ob das so richtig ist, weiß ich aber nicht.
Drückt man mal einen Unterdruckanschluß ab, ändert sich das Motorengeräusch.
Ich meine, das Standgas erhöht sich ein wenig.
Modelle mit Unterdruckbenzinhahn haben am hinteren Ansaugstutzen gar zwei Anschlüsse.

Das Motorrad mit dem Schlauch zwischen den Vergasern hat eine Beschleunigerpumpe.
Durch diesen Schlauch wird das Benzin beim Betätigen der Pumpe zum vorderen Vergaser gedrückt
bzw. zu der Düse, welche das zusätzliche Benzin einspritzt.


Bild

Übrigens: "KM4MF5" heißen alle Modelle mit dem GV 125 Motor, die Zahl und der Buchstabe danach sind für die Baureihe interessant.
Da sollte bei deinen beiden noch "1B" stehen.
Viele Grüße
Uwe
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Re: Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon sir lunchalot » So 10. Jul 2016, 11:05

Hallo,

vielen Dank für deine Antwort!

Die mit dem verschlossenem Unterdruckanschluss ist die Neuere. Diese hatte kürzlich beim der HU einen CO-Gehalt von 5%, weshalb ich auch unter anderem durchgefallen bin. Drehe ich dann "einfach mal" für die Nachuntersuchung bei beiden Zylindern die Gemischschrauben weiter rein und passe das Standgas etwas an?


Achso: bei beiden geht dann mit '1B' weiter.

Wenn die eine diese Beschleunigerpumpe hat und die andere nicht, sind die Vergaser dann auch unterschiedlich?
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Re: Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon flydown » So 10. Jul 2016, 15:39

Hi,
die Vergaser sind prinzipiell gleich. Die mit Beschleunigerpumpe hat nur noch Messingröhrchen eingesetzt, durch welche das zusätzliche Benzin in den Luftstrom gespritzt wird. Vorgesehen sind die Gehäuse für ohne Pumpe aber auch für die Röhrchen. Dort sind "eingesenkte" Markierungen.
Unterscheiden tuen sich vor allem der hintere Schwimmerkammerdeckel mit der Pumpe und beide eben mit dem Schlauchanschluß und ein Rückschlagventil ist jeweils noch drin.

Wenn du die CO Schraube reindrehen möchtest, merk dir aber, wieviel jeweils.
Dann kannst ja auf Grundeinstellung gehen, vorn 2 Umdrehungen raus, hinten 2,5.

Falls die Schrauben da etwas schon stehen, weiß ich auch nicht.

Viele Grüße
Uwe
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Re: Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon sir lunchalot » So 10. Jul 2016, 23:55

Guten Abend,


danke für die gute Erklärung!

Ich hatte schon versucht, die Einstellungen von der Blauen (mit Beschleunigerpumpe) auf die Gelbe zu übertragen.
Die Schrauben stehen bei der Blauen bei 2 und 2,5.

Habe mir jetzt einen CO-Tester ausgeliehen und werde die Woche versuchen, den CO-Wert tüv-konform zu bekommen.

Blöde Frage:
Die Ansaugstutzen der Blauen sehen nicht mehr sehr gut aus. Sorgt Falschluft ziehen an dieser Stelle für eine Abmagerung oder eine Anfettung des Gemisches?
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Re: Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon caddy » Mo 11. Jul 2016, 22:41

Blöde Frage:
Die Ansaugstutzen der Blauen sehen nicht mehr sehr gut aus. Sorgt Falschluft ziehen an dieser Stelle für eine Abmagerung oder eine Anfettung des Gemisches?


Ich teste solche Leckstellen mit Bremsenreiniger oder Starthilfespray. Den Bereich bei laufendem Motor bisschen einsprühen und beobachten ob die Drehzahl sich ändert. Bei Schwankungen dürften undichte Stellen vorhanden sein.
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Re: Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon sir lunchalot » Di 12. Jul 2016, 20:50

Ok, dann werde ich das mal testen. Danke für den Tipp!

Ich habe ja nun 2 GT-s hier und bei der Neuen ist mir aufgefallen, dass im Vergleich zu meiner Alten die Kupplung zwar auf dem letzten Pfiff am Hebel greift, dafür dann aber schlagartiger. Im Fahrbetrieb macht man einen richtigen kleinen Satz nach vorne, sobald man nach dem Gangwechsel eingekuppelt hat. (So weit 15PS dazu im Stande sind :) )

Ist das eher ein Zeichen dafür, dass die Kupplung besser ist als die meiner alten GT? Oder mag das gar daran liegen, dass evtl ein kleineres Ritzel verbaut ist?
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Re: Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon caddy » Di 12. Jul 2016, 23:12

Das kleinere Ritzel kann nicht für deine Sprünge verantwortlich sein. Dein Motorenöl ist für Motorräder zugelassen? Hab schon Leute gehabt die aus Kostengründen 4-Takt Motorenöl eingefüllt haben für Fahrzeuge mit Trockenkupplung (Autos u.s.w.).
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Re: Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon sir lunchalot » Mi 13. Jul 2016, 07:31

Ein sehr guter HInweis! Vielen Dank! Ich als Pkw-Schrauberm, aber Motorrad-Anfänger muss gestehen, dass ich mir erst soeben, aufgrund deiner Antwort, einiges zum Thema Motoröl bei Motorrädern durchgelesen habe. Bisher dachte ich, wenn da 10W40 auf dem Einfülldeckel steht, gehört da ganz normales 10W40 rein (was bei mir in der Halle literweise im Regeal steht).

Muss dazu sagen, dass ich bisher nur 1x einen kleinen Schluck Öl bei meiner Blauen auffülen musste.

Dann werde ich mal einen Ölwechsel mit machen, wenn ich demnächst ohnehin einiges schrauben muss.


Besten Dank!
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Re: Hyosung GT 125 mit und ohne Unterdruck-Anschluss

Beitragvon caddy » Mi 13. Jul 2016, 19:05

Ja man könnte Bücher darüber schreiben und zum Glück haben das schon andere getan und wir müssen nur noch lesen.
Wenn nach dem Ölwechsel keine Besserung eintritt dann musst du doch an die Kupplung.
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