Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung




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Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon Haya-Olaf » So 11. Okt 2015, 15:44

Moin.

Zwei Punkte vorne weg. Erstens - ich bin gelernter Mechaniker und kein Elektriker. Zweitens - leider habe keine Fotos gemacht, da ich dachte, das wird eine Nummer von 5 Minuten.

Problem:
Alle 3 Instrumente (Tacho, Drehzahlmesser und Tankanzeige) waren bei unserer gelben GT125N ohne Beleuchtung, was ich gerade in der dunklen Jahreszeit und bei der Blitzerdichte nicht so prall finde.

Erstmal den Fich begutachtet (siehe Bild) und den Stromlaufplan. Danach haben die Kontrolleuchten 6,5er Glassockel (4x) und die Instrumente 9er Glassockel (2x). Eine Glühlampe für die Tankanzeige ist nicht auf dem fich.
Laut Stromlaufplan sollen alle Instrumentenlampen in einen Zentralpunkt münden, also erwartete ich irgendwo im Cockpit diesen Knotenpunkt, da vom Stecker nur ein graues Kabel kommt..........

Bild

Bild


Zur Realität

1. es gibt auch eine Beleuchtung für die Tankanzeige!!
2. alle 7 Glühlampen stecken in 6,5mm Sockeln. Meine 9mm Lampen kann ich mir also an die Backe schmieren :(
3. die 3 grauen Kabel führen in den Kabelbaum, aber nur ein Kabel ist am Stecker. Es gibt keinen Zentralpunkt im Cockpit.

4. alle Kabel haben ein Duchmesser von knapp 1mm, was einem Querschnitt von rund 0,75mm² entspricht

Bei der Durchgangsprüfung stellte ich nun fest, dass die Masse (Schwarz/Weiss) zu allen Lampen funktioniert. Plus (Grau), aber nicht ankommt.
Also liegt der Fehler vermutlich dort, wo alle 4 grauen Kabel (1 von unten, 3 von oben) sich treffen.
Somit: Kabelbaum öffnen.

Der Kabelbaum
So einen Murx habe ich noch nicht gesehen. Alle Mehrfachkabel münden jeweils in einem Bündel, was mit einer einfachen Blechkrampe zumsammengehalten wird. Das ganze graue Paket war bei mir heftigst oxidiert und das untere Kabel abgebrochen. Die oberen Kabel hingen auch nur noch an 2-3 Drähten.

Die Lösung
Erstens die Steckerlasche aus dem Stecker ziehen. Dazu, z.B. mit einer Scherheitsnadel, die Haltenase im Stecker wegdrücken und die Lasche am Kabel nach hinten rausziehen. Unten ist in der Lasche ein kleines Loch. Da kann man prima Blumenbindraht festhaken. Nun den unteren Kabelrest durch das BOUGIERROHR ziehen, bis des Kabel frei ist. Den Blumenbindedraht aushaken (brauchen wir später zum Rückfädeln).
Die 3 oberen Kabel habe ich obergalb des Sammelpunktes um 15mm gekürzt (wg. Oxidation im Kabel) und auf 7mm abisoliert. Danach alle 3 gründlich verzwirbelt. Durch den geringen Platz im BOUGIERROHR und die beiden unterschiedlichen Richtungen, bieten sich diverse Lösungen zum Verbinden von mehreren Adern (z.B. Würth) nicht an.
Ich habe deshalb einen blauen Stoss-Quetschverbinder (für 1,5-2,5mm² Querschnitt) genommen und mit guter Crimp-Zange die 3 Adern darin verquetscht.

Bild

Den unteren Kabelrest kann man da aber nicht anfügen, da er schon um 35mm zu kurz ist und der 0,75 Querschnitt ein sicheres Quetschen im blauen Stossverbinder (>=1,5 Quer) verbietet.
Aus diesem Grunde habe ich mir ein 70mm langes Stück Kabel, als Zwischenstück, mit 1,5mm² genommen und einseitig auf 5mm abisoliert.
Den unteren Teil des Kabels wollte ich belassen, da daran die Lasche des Steckers hängt (Nachbauteile passen nicht so recht) und es die korrekte Kabelfarbe (grau) hat. Den oberen Teil habe ich um 15mm gekürzt (wg. Oxidation im Kabel) und auch auf 5mm abisoliert.

Bei Louis habe ich mir nun Lötverbinder für 1,5 Quer besorgt:

Bild

Das untere, graue 0,75er und das 1,5er Zwischenstück passen noch gut rein. Nun das Ganze gut erwärmen, bis das Lot die beiden Kabel sicher verbindet und der Schrumpfschlauch sich zusammenzieht (ca. 20s auf Stufe 2 mit der Heißluftpistole).
Faszinierend, wie super und einfach das funktioniert.
Nun muss die richtige Länge des Zwischenstücks ermittelt werden (einfach das obere und untere Teil auf den Kabelbaumrest legen). Den überflüssigen Teil vom Zwischstück (1,5 Querschnitt) abschneiden und auf 6mm abisolieren.
Jetzt das Zwischstück in den blauen Quetschverbinder einschieben und sauber verquteschen.
Am Ende das Ganze noch einmal mit Schrumpfschlauch überziehen und erwärmen. Verbindung prüfen und durchmessen.
Nun wieder den Blumenbindedraht in das Loch des Steckers einhaken und durchs BOUGIERROHR ziehen, am Ende die Steckerlasch wieder seitenrichtig in den Stecker stecken. Festen Sitz und korrekten Stromdurchfluss noch mal prüfen.
Nun nur noch den Kabelbaum, im Bereich ohne BOUGIERROHR, mit gutem I-Band umwickeln.
Fertig.
Die Materialkosten liegen bei ca. 2-3 Euro und das Fahrzeug bleibt weitestgehen original (Kabeldruchmesser, Kabelverlauf und Kabelfarben). Dauer, wenn man alle Teile hat ca. 1 Stunde, incl. Demontage des Cockpits.

Gruß
Olaf
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von Anzeige » So 11. Okt 2015, 15:44

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Re: Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon lucky cruiser » So 11. Okt 2015, 17:58

Schöne, nachvollziehbare Beschreibung. Fleißarbeit obendrein.

Mit einem Lötverbinder der von dir gezeigten und beschriebenen Art hatte ich mir im letzten Jahr die (zuvor unbedachterweise zum Anschluss des DZM angeknibbelte) Impulsgeberader zur Zündspule 2 geflickt, nachdem mir der verwendete Schnellverbinder die Kupferlitze abgesägt hatte, ohne mir natürlich Bescheid zu sagen. Kann dich nur bestätigen: Super einfach und anschließend wirklich schick. Was ich nicht auf dem Schirm hatte, war die Wärme, der die Flickstelle ausgesetzt ist, sobald der Motor läuft. Und das ist im Sommer ziemlich viel, wie man weiß. Was ich jetzt zusätzlich weiß, ist, dass das Lot sowas überhaupt nicht mag. Hätte dort ein Verhüterli in Gestalt eines Hitzeschutzschlauchs (zusammengetackertes Glasfaservlies) drüberziehen müssen. Ist jetzt auch drüber, aber der überdeckt jetzt einen Stoß-Crimp-, keinen Lötverbinder. Trau letzterem nicht mehr. Der Stoßverbinder ist auch keine optimale Lösung, eine dauerhaftere ist mir aber noch nicht eingefallen. Kann höchstens versuchen, ein neues Kabel inkl. Steckschuh für den Anschlussstecker für die Zündspule zu basteln und die elektrische Anbindung ans Bordnetz in unkritischere Bereich zu verlegen. Schau'n mer mal ...

An der Stelle, wo du sie verwendet hast, spielt Wärme allerdings keine Rolle, sodass die Flickstelle sauber halten dürfte. Allerdings mag Lötzinn auch keine zu starke Kälte. Doch erstmal funzt es, das ist die Hauptsache.

Mit Kabeln und deren Verlegung scheinen es die Koreaner aber nicht so besonders zu haben, glaube ich. Oder es war jemand dran, der einen Tag zuvor noch Bambuskörbe geflochten hat ...
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Re: Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon Haya-Olaf » Di 13. Okt 2015, 14:21

Ja, das mit der Wärme könnte an einigen Stellen u.U. ein Problem werden. Allerdings habe ich gemerkt, dass bei der Heißluftpistole auf Stufe 1 (300°) das Lot nicht so richtig in die Gänge kam. Erst bei Stufe 2 und 500° lief das richtig zügig. Das spricht dafür, dass es schon eine gehörige Portion Wärme UND Zug braucht, damit die Lötstelle aufgeht. Ich hoffe mal das Beste. :lol:

Heute sind schon die LEDs gekommen. Zwar keine 6,6mm Breite, wie vom Sockel vorgesehen, sondern nur 5mm, trotzdem stecken die LEDs nun sicher im Sockel. Die von mir erstandenen haben 3 LEDs. Jeweils eine seitlich auf der Platine und eine an der Spitze. Das ist nicht super hell, aber es reicht.
Vor allem muss man da nicht mehr ständig ran, weil die doofen Lampen immer Durchbrennen oder Durchvibrieren. Kosten jedes mal 1,99 (Louis) bis 2,14 (Hyoshop), wenn ma überhauptr welche bekommt, weil gerade nicht mehr vorrätig.

Bild

Der 5er-Satz LEDs mit T5 hat 7,84€ inklusive Versand gekostet und die Dinger waren, durch den deutschen Lieferanten, schon 2 Tage später im Briefkasten.

Bitte beachten:
- Solche LEDs sind i.d.R nur für den Innenraum zugelassen und so verstehe ich mal die Tachobeleuchtung ;)
- Beim Einbau, vor dem Zuschrauben, bitte die Funktion prüfen. LEDs brauchen richtige Polung. Falls eine nicht geht :gruebel: , umgedreht einstecken.
- Bei der Auswahl kann man die benötigte Menge festlegen (1x, 5x oder 10x) und die Leuchtfarbe (weiß, blau, gelb rot oder grün).

So - freue mich schon, wenn das Cockpit wieder funkelt. Ist ja bald Weihnachtstzeit. Aldi hat schon Adventskalender stehen.

Gruß
Olaf
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Re: Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon flydown » Di 13. Okt 2015, 14:42

Hey,

LED Beleuchtung für die GT hätte ich auch übrig gehabt. War mal bei einem Cockpit eingebaut, das ich gekauft habe. Ich möchte das aber (im Moment) nicht am Moped haben.
Das ist gemacht wie für's Auto, also 5mm LEDs mit großem Abstrahlwinkel, je in Reihe für 14V passende Widerstände.
Das Konstrukt kann in den Sockel gesteckt werden oder gelötet oder oder oder... und kostet keine 5€.

Viele Grüße
Uwe
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Re: Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon Haya-Olaf » Di 13. Okt 2015, 17:20

Haya-Olaf hat geschrieben:
Zur Realität

1. es gibt auch eine Beleuchtung für die Tankanzeige!!
2. alle 7 Glühlampen stecken in 6,5mm Sockeln. Meine 9mm Lampen kann ich mir also an die Backe schmieren :(
3. die 3 grauen Kabel führen in den Kabelbaum, aber nur ein Kabel ist am Stecker. Es gibt keinen Zentralpunkt im Cockpit.

4. alle Kabel haben ein Duchmesser von knapp 1mm, was einem Querschnitt von rund 0,75mm² entspricht


Sorry - Zeile 2 stimmt leider nicht!!
Wollte vorhin auch noch die Glühlampen in Drehzahlmesser und Tacho gegen die LEDs tauschen. Zu schmal :(

Also stimmt die Angabe auf dem Fich für Pos. 10 doch. Die Sockelbreite beim Tacho und Drehzahlmeser ist 9mm.
Nur die Lampe der Tankanzeige in der Mitte (die nicht auf dem Fich ist) hat 6,5mm.....und natürlich die 4 Kontrollleuchten unten.

Wichtig, beim Tausch auf LEDs die Wattzahl beachten. Normal ist 1,7. Bis 3,4 scheint mir noch ok. Einige haben bis zu 11W und 7 LEDs. Das dürft dann doch blenden.

Gruß
Olaf
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Re: Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon lucky cruiser » Di 13. Okt 2015, 21:40

Haya-Olaf hat geschrieben:Ja, das mit der Wärme könnte an einigen Stellen u.U. ein Problem werden. Allerdings habe ich gemerkt, dass bei der Heißluftpistole auf Stufe 1 (300°) das Lot nicht so richtig in die Gänge kam. Erst bei Stufe 2 und 500° lief das richtig zügig. Das spricht dafür, dass es schon eine gehörige Portion Wärme UND Zug braucht, damit die Lötstelle aufgeht. Ich hoffe mal das Beste. :lol:
Das Gemeine ist, dass die gelötete Stelle ja gerade nicht aufgeht (bzw. bei mir aufgegangen ist), im Gegenteil. Durch den drüberliegenden Schrumpfschlauch wird der Eindruck von Festigkeit nicht nur hervorgerufen, sondern sogar zementiert. Was mir dann jedoch beim Öffnen der gelötetet Stelle (stilecht mit Skalpell 8-) ) entgegen kam, hatte mit Lötzinn nur noch wenig zu tun. Es war ein bröseliger Kram, den man in Teilen rauslöffeln konnte, wenn er nicht miteinander verbacken war. Das ganze war nur noch elektrisch leitfähig, wenn es kalt blieb. Schwer zu erreichen oberhalb des Zylinders.
Haya-Olaf hat geschrieben:So - freue mich schon, wenn das Cockpit wieder funkelt. Ist ja bald Weihnachtstzeit. Aldi hat schon Adventskalender stehen.
Wie , jetzt erst? :o Ist doch bald schon Ostern .... :shock:
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Re: Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon redflash » Sa 17. Okt 2015, 13:30

Köstlich :mrgreen: ,
amüsant zu lesen :mrgreen: ,
mit welchen Heferlein die Stromautobahn wieder befahrbar gemacht wird :bier: .

Meine Erfahrung, Quetsch und/oder Lötverbinder in den käuflichen Varianten sind eher nen Notbehelf.
Ich frickel öfter mal komplette Kabelbäume um, wenn ahnungslose Möchtegernschrauber ihre Mopeten elektrisch ruiniert/lahmgelegt haben,
weil, wegen Böseguckermaske und nem Minitachoumbau, gefühlt 2,5 Kilogramm Quetsch und Lötverbinder zwischen Rahmen und Lampe/Tacho die Mopete lahm legen.

Die beste Erfahrung hab ich mit unisolierten Aderendhülsen und Schrumpfschlauch gemacht :gruebel: ,
die betroffenen Kabelenden auf 5-7mm abisolieren, in die kleinstmögliche Aderendhülse bis auf ca 1mm reinschieben, Lötkolben an die Aderendhülse,
Lötzinn an die sichtbaren ca 1mm Kupfer, nach erkalten Schrumpfschlauch (am besten den mit Kleber) drüber und mit Heißluft oder Feuerzeug verschrumpfen.


@ Haya-Olaf, wenn ein elektrisches Signal bzw eine Stromstrippe auf mehrere "Verbraucher" aufgeteilt werden muß/soll sind "Alle" Hersteller erfinderisch.
Schlimmstes Beispiel hab ich an einer sündhaft teuren Italienerin gefunden,
im Bougierrohr von 1 auf 4 Verteiler; Hauptader durchgehend, die Isolierung auf ca 1cm abisoliert, 3 Kabelenden an blanker Hauptader angelötet, ca 10cm Isolierband rumgetüdelt, passt.
Und so ne Mopete kostet annähernd 20000 Euronen,
irgendwo muß man ja Einsparen damit der Preis passt :thumbu: :bier: .

Meine Katana war ähnlich der Italo-Variante,
allerdings hatten die Japse schon Schrumpfschlauch benutzt :win: , das hielt dann (gefühlte) drei Tage länger :thumbu: ,

Olli
leg Dir dein Mopped auf´n Huf, und du weißt ob du ne schwere Maschine fährst :sch_lol1:
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Re: Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon Haya-Olaf » Sa 17. Okt 2015, 16:11

redflash hat geschrieben:.................
Schlimmstes Beispiel hab ich an einer sündhaft teuren Italienerin gefunden,
im Bougierrohr von 1 auf 4 Verteiler; Hauptader durchgehend, die Isolierung auf ca 1cm abisoliert, 3 Kabelenden an blanker Hauptader angelötet, ca 10cm Isolierband rumgetüdelt, passt.
Und so ne Mopete kostet annähernd 20000 Euronen,
irgendwo muß man ja Einsparen damit der Preis passt :thumbu: :bier: .
................
Olli

Das ist doch der Hammer :o
Ich befürchte aber, die können es nicht besser. :mrgreen:

Was ich nicht verstehe, warum man nicht mit zentralen Punkten arbeitet(e)? Man spart sogar noch Kabel und hat einen sicheren, einfach zu prüfenden, Anschluß:
Kleiner Plastiksockel mit Innengewinde. Darauf 4 runde Kabelschuhe (1x von der Batterie, 3x zum Verbraucher). Eine zentrale Schraube....fertig. Platz wäre bei der GT125N genug.
Ok, alles Oldskool - heute läuft das mit Platinen, LEDs und digitalen Instrumenten :D

Bzgl - der Quetschverbinder hängt das Ergebnis, nach meiner Erfahrung, extrem von der Güte der Verbinder und der Crimp-Zange ab. Seit ich da mal richtig inverstiert habe, sind die Ergebnisse sehr gut. Aber gutes Werkzeug ist eh was fürs Leben. Ich besitze immer noch meinen ersten Knarrenkasten von 1989. Keine Nuss rund oder gebrochen.........
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Re: Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon snowman » So 18. Okt 2015, 22:31

@Olli
Das mit den Aderendhülsen finde ich ne gute Idee zum Kabel verbinden, werde ich mir wohl angewöhnen. Habe bisher die losen Enden verzinnt und dann so gut wie möglich zusammen gehalten zum verlöten (was nur wirklich gut mit mindestens 3 Händen geht). Mit den Endhülsen kann aber nix mehr verrutschen. Also ich versteh's mal so, dass man dann eine Hülse nimmt, und dann auf jeder Seite eins der zu verbindenden Kabel reinschiebt (und vorher den Schrumpfschlauch drüber nicht vergessen).
Gruß Snowman

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
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Re: Instrumentenbeleuchtung komplett defekt: eine Lösung

Beitragvon flydown » Mo 19. Okt 2015, 08:15

Hallo,

ja.

Ich würde aber vorher auch die Kabelenden in ein Näpfchen mit Lötfett halten, gerade, wenn man die Lötstelle nicht sehen kann.
Dann zieht sich das Lot noch besser rein.
So ein Töpfchen Lötfett kostet nicht viel und reicht laaange.

Ich verlöte Kabelenden ohne Löthülse (aber, wo die wohl ihren Namen her hat?).
Dafür stecke ich die unverdrillten Enden der Kabel zusammen, nochmal zusammendrücken, dann Lötkolben anhalten mit dem Zinn auf der Spitze.
Gegebenenfalls noch Lot zuführen.
So kann man die Lötstelle auch optisch kontrollieren, bevor man den Schrumpfschlauch draufschiebt.

Bei meiner Hyo war auch der Kabelbaum verwurschtelt. So zeigte der DZM z.B. über 3000 U/min nur an, wenn das Licht eingeschaltet war.
Auf sowas komm' mal :wall:
Von dem Rest red' ich gar nicht.

Viele Grüße
Uwe
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