Vergaserbestückungschaos GT125- wer schafft Durchblick




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Vergaserbestückungschaos GT125- wer schafft Durchblick

Beitragvon flydown » Mo 18. Apr 2016, 23:31

Hallo Leute,

hier mal eine wohl ungewöhnlich Frage, den Grund dafür nenne ich am Ende.

Nämlich ist mir aufgefallen, daß bei der GT 125 laut Ersatzteillisten in den Vergasern durch die Versionen immer die gleichen Teile verbaut sein sollten:
Düsennadel vorn YH2758, hinten YH2760, Düsen(-nadel-)stock vorn YH2756, hinten YH9440 bzw. laut WHB vorn O-5, hinten O-4.
Hauptdüsen sind vermutlich standardmäßig vorn 87,5, hinten 90, ab Version NE bis 95, sollte aber nicht weiter tangieren, ebenso wie die für die "R"Modelle
erwähnte Beschleunigerpumpe.
Nun gibt es auch noch verschiedene Schieber, mit geradem oder gewölbtem Boden.

So.

Mir liegt nun folgendes vor: Vergaser ohne Beschleunigerpumpe, die richtigen Düsenstöcke, die richtigen Düsennadeln (nehme ich an, die vordere habe ich mal neu bestellt 4KEX6, hinten 4KEX2),
Schieber mit gewölbtem Boden, Standardhauptdüsen, Schwimmerkammerbelüftung im Deckel(!)
Vergaser mit Beschleunigerpumpe, Düsenstöcke beide O-3, Nadeln beide 4KEX2, Schieber mit geradem Boden, Standardhauptdüsen, Schwimmerkammerbelüftung im Gehäuse.
Zudem bekam ich mal Auskunft von MSA, die Düsenstöcke wären O-4 und O-3.

Um die Verwirrung zu vervollständigen: Laut Ersatzteillisten haben die Schwimmerkammern der GT Modelle die Belüftung im Vergasergehäuse, die der GV Modelle im Schwimmerkammerdeckel.
Die Vergaser der GV sollen mit gleichen Düsennadeln und Düsenstöcken bestückt sein und haben keine Beschleunigerpumpe.

Nun frage ich mich, was wurde wann warum verbaut, zumal ich hier eben den Vergaser mit Beschleunigerpumpe und gleicher Bestückung habe.
Ich gewinne ein wenig den Eindruck, die Vergaser wurden bestückt mit den Teilen, die der Arbeiter gerade griff.
Wenn ich mir Bilder anschaue, verstärkt sich der Eindruck: mal Schieber mit geradem Boden, mal gewölbter Boden, Beschleunigerpumpe ja, nein...

Und warum beschäftige ich mich nun damit?
Meine vergaser habe ich nun erstmal so hergerichtet: mit Beschleunigerpumpe, richtige Nadeln und Düsenstöcke, originale Hauptdüsen, Schieber mit geradem Boden.
Der Motor springt sehr gut an, läuft auch prima, super Durchzug, egal, ob warm oder kalt. Der Motor nimmt sauber Gas an, egal, aus welcher Drehzahl, und fällt auch sauber ins Standgas.
Aaaaber: das alles nur bis 8500 U/min. Ab da wird's zäääh, obwohl er da doch erst richtig loslaufen sollte? Also 90 fährt meine Gt mit Halbgas, die andere Hälfte ist für 95 km/h.
Also selbst im dritten Gang dreht sie nur bis dort sauber.
Frag ich mich, warum.
Woran kann das noch liegen?
Ventilspiel ist prima, Steuerzeiten stimmen, Vergaser sind syncronisiert, Luffi original...

Hier gab's mal das Problem, das eine GV schlecht drehte. Dort wurden die Nockenwellenräder um einen Zahn versetzt, wohl laut Vorgabe MSA
Leider steht dort nicht, inwiefern. Am ehesten könnte ich mir vorstellen, Einlaß einen Zahn nach früh...
Ist das nachvollziehbar?

Ganz viele Grüße und ich hoffe, jemand weiß, was ich möchte.
Ich verzichte gern auf etwa Durchzug untenherum, der ist wirklich gut, wenn sie dafür ausdreht.

Uwe
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Re: Vergaserbestückungschaos GT125- wer schafft Durchblick

Beitragvon Waterkant » Di 19. Apr 2016, 14:29

Lustigerweise hab ich eine in der Tiefgarage zum Verkauf, die oben rum gut geht. Ab 8000 dreht die ordentlich.
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Re: Vergaserbestückungschaos GT125- wer schafft Durchblick

Beitragvon Waterkant » Di 19. Apr 2016, 14:40

Aber oben rum nicht drehen deutet doch auf zu wenig Sprit hin? Unterdruck passt alles? Ich hatte bei mir sämtliche Unterdruckschläuche gewechselt, gegen welche mit Textilgewebe.
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Re: Vergaserbestückungschaos GT125- wer schafft Durchblick

Beitragvon flydown » Di 19. Apr 2016, 16:06

Hallo,

ja, so stelle ich mir die Leistungscharakteristik eigentlich vor.

Also, Unterdruck sollte passen.
Die geknickten Schläuche an den Ansaugstutzen habe ich getauscht, den hinteren Ansaugstutzen auf Verdacht gegen einen neuen getauscht. Undichtigkeiten habe ich nicht feststellen können.
Mir ist aufgefallen, wenn ich den Motor abstelle und die geknickten Unterdruchschläuche abziehe, qualmt es immer aus dem Anschluß am hinteren Ansaugstutzen.

Beim Syncroniesieren ist mir aufgefallen, daß die Druckverhältnisse unterschiedlich sind beim Gasgeben/-wegnehmen, bei konstanter Drehzahl aber gleich.

Außerdem fiel mir gestern nach Schreiben des Romanes noch ein, das einer der Vorbesitzer im Endtopf rumrandaliert hat. Da ist nur noch ein komisch verbogenes, halbes Prallblech drin.

Vielleicht hängt's ja daran?

Vielen Dank
Uwe
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Re: Vergaserbestückungschaos GT125- wer schafft Durchblick

Beitragvon Waterkant » Di 19. Apr 2016, 22:14

Also wenn die Kiste keinen Rückstau vom Auspuff mehr hat, könnte es durchaus auch daran liegen. Auch ein Sport ESD schluckt Leistung und fordert eine Vergaseranpassung. Wenn nun bei dir die Tüte leer geräumt wurde, stimmt die komplette Gemischaufbereitung ja nimma. Sprich die originalen Düsen sind dann einfach zu klein.
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Re: Vergaserbestückungschaos GT125- wer schafft Durchblick

Beitragvon flydown » Di 19. Apr 2016, 22:36

Na toll, ich hab ja Furz und Feuerstein hier, aber keinen Endtopf.
Na mal sehen. Um eine Nummer größere Düsen hab ich, kann ich ja mal probieren. Auf jeden Fall läuft sie besser bei hohen Drehzahlen mit etwas zurück genommenem Gas.

Viele Grüße
Uwe
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