VERGASERDÜSEN




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VERGASERDÜSEN

Beitragvon TranceElements » Mo 5. Sep 2011, 08:36

Moin Leutz,

Ich hab mir mal gedacht..... schmeiß doch mal einen Satz neue Ansaugstutzen in deine gt125.

Gesagt.....getan!

Dann dachte ich.... wenn ich schon mal den Vergaser draussen habe.....kannst ihn ja mal reinigen und neu bedüsen.

Drossel ist draussen......nur zur Info.

Jetzt habe ich gesehen, das der Vergaser hinten eine 95er Düse drin hat.....stört mich ja nicht weiter weil ich sowieso größer bedüsen wollte......

Aber vorne..... da ist ne 87,5er drin.... das kann doch nicht sein.....der Unterschied ist doch viel zu hoch oder was sagt ihr dazu?

Ich meine ich hätte mal was gelesen von vorne 92,5 und hinten 95..... stimmt das so?
Also 87,5 zu 95 find ich etwas zu unterschiedlich. Außerdem läuft sie auch nicht wirklich optimal....das war auch eigentlich der Grund warum ich die Stutzen ausgetauscht hatte.

Was meint ihr? bin ich mit ner Bedüsung von 92,5 zu 95 gut bedient?

Ich finde diesen einen Thread nicht mehr wo das stand

Grüße
Mario
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Re: VERGASERDÜSEN

Beitragvon harryschma » Mo 5. Sep 2011, 13:07

Normal ist vo. u. hi. die gleiche Düsengröße eingeschraubt. Ich würd mal die 90er bei allen 2 Vergasern reinmachen. Da hatte irgend ein Vorbesitzer wenig Ahnung :shock:
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Re: VERGASERDÜSEN

Beitragvon guido » Sa 10. Sep 2011, 18:29

werksmäßig ist bei der Euro3-Version und bei den R-Versionen vorn eine 87,5 und hinten eine 90er drin
zu der alten naked habe ich keine angaben, dürfte aber auch nicht großartig abweichen.
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Re: VERGASERDÜSEN

Beitragvon redflash » Fr 16. Sep 2011, 11:28

Da muß ich Harry mal Recht geben, obwohl Guido nicht Unrecht hat :gruebel: .

In der heutigen Zeit, bei Wassergekühlten Mopeten wird Hinten/Vorn gleich bedüst,
Früher bei Luftgekühlten mußte hinten wegen der schlechteren Kühlung fetter bedüst werden.

Warum das bei der 125er Wassergekühlten von Hyosung so bedüst wird als wäre das Möpp Luftgekühlt weiß mit Sicherheit nicht mal Hyosung.
Wenn also schon unterschiedlich bedüst, dann mit nem möglichst kleinen Unterschied, weil der Wasserkühlmantel die Temperaturen bei beiden Zylindern annähernd Gleich (Unterschied liegt bei wenigen 1/10tel Grad) hält.

Olli
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Re: VERGASERDÜSEN

Beitragvon Peterle » Sa 17. Sep 2011, 11:28

redflash hat geschrieben:Da muß ich Harry mal Recht geben, obwohl Guido nicht Unrecht hat :gruebel: .

In der heutigen Zeit, bei Wassergekühlten Mopeten wird Hinten/Vorn gleich bedüst,
Früher bei Luftgekühlten mußte hinten wegen der schlechteren Kühlung fetter bedüst werden.

Warum das bei der 125er Wassergekühlten von Hyosung so bedüst wird als wäre das Möpp Luftgekühlt weiß mit Sicherheit nicht mal Hyosung.
Wenn also schon unterschiedlich bedüst, dann mit nem möglichst kleinen Unterschied, weil der Wasserkühlmantel die Temperaturen bei beiden Zylindern annähernd Gleich (Unterschied liegt bei wenigen 1/10tel Grad) hält.

Olli


:gruebel: Also meine damalige GT125R war nicht Wassergekühlt sondern hatte eine Öl-luftkühlung

Gruß Peterle
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Re: VERGASERDÜSEN

Beitragvon redflash » Sa 17. Sep 2011, 15:51

Peterle hat geschrieben::gruebel: Also meine damalige GT125R war nicht Wassergekühlt sondern hatte eine Öl-luftkühlung
Hast Recht, die sind Öl/Luftgekühlt,
und da können bei gleicher Bedüsung beider Zylinder Thermische Probleme am Hinteren auftauchen.
Da wird durch leichte Überfettung quasi von innen gekühlt.

Olli
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Re: VERGASERDÜSEN

Beitragvon TranceElements » Fr 6. Jul 2012, 13:44

Aber welchen Effekt hätte es, wenn ich jetzt am hinteren Vergaser die 95er drin lasse und die Nadel auf mittlere Stellung setze?
Eigentlich weiß ich nicht mal welche die richtige Position wäre......hab an beiden Vergasern die Nadel auf höchste Stufe gesetzt

Gruß
Mario
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Re: VERGASERDÜSEN

Beitragvon redflash » Fr 6. Jul 2012, 18:35

TranceElements hat geschrieben:Aber welchen Effekt hätte es, wenn ich jetzt am hinteren Vergaser die 95er drin lasse und die Nadel auf mittlere Stellung setze?
Man sollte nicht einfach nur auf Verdacht die Bedüsung der Vergaser oder den Stand der Nadel verändern, das könnte fatale Folgen haben, die bis hin zum Motorschaden führen.

Theoretisch müßte das Möpp zum perfekten Anpassen auf nen Rollenprüfstand, Abgas- , Zylinderkopf- und Zylindertemperatur sowie CO/CO2-Werte getrennt nach Zylinder gemessen werden.
Das ein solcher Aufwand nicht finanzierbar ist steht außer Frage, das möchte ich auch gar nicht empfehlen.

Ergo stellt man das Möpp erst auf Werkseinstellung zurück,
und nur wenn das (aus welchem Grund auch immer) nicht Optimal ist,
verändert man experimentell in den kleinstmöglichen Schritten entweder die Nadelhöhe oder die Hauptdüse oder die Leerlaufdüse, oder alle Drei,
je nachdem in welchem Bereich (Drehzahl/Gasschieberstellung) die Anpassung erforderlich ist,
bis das die Mopete (scheinbar) Optimal läuft.

Sehr komplexes Thema, aber ich versuch es trotzdem mal die Arbeitsweise unserer Vergaser zu erklären :gruebel: :wall:

Im Leerlauf bestimmt allein die Leerlaufdüse in Verbindung mit der Leerlauf-Gemischschraube die Gemischbildung und somit das Benzin/Luftgemisch.
Mit zunehmender Drehzahl (öffnen Gasschieber) verlagert sich die Zuständigkeit auf die Düsennadel, die einen ringförmigen Spalt zwischen Nadeldüse (Düsenstock) und Düsennadel frei gibt. Je nach Drehzahl ist der Ringspalt mehr oder weniger breit und läßt dementsprechen eine größere oder kleinere Menge Treibstoff hindurch.
Im oberen (höchsten) Drehzahlbereich ist der Querschnitt/Bohrung der Hauptdüse, die unten im Düsenstock sitzt, (fast) alleiniges bestimmendes Bauteil.
Da es ein schleichender Übergang beim öffnen des Gasschiebers ist bekommt man eben nicht mit welches Bauteil grade für die Aufbereitung zuständig ist :gruebel: :mrgreen: ,
da muß man vorsichtig experimentell zu Werke gehen.

Um auf deine Frage zurückzukommen, so einfach ist es nicht Dir jetzt zu sagen was ne 95er HD und die Nadel auf mittlerer Stellung bewirkt.
Grob gesagt gilt Folgendes,
Je tiefer die Nadel und je kleiner die Düse, desto weniger Benzin pro Zylinderfüllung, desto heißer die Verbrennungstemperatur.
Im Umkehrschluß, je höher die Nadel, je dicker die Düse, desto mehr Benzin und desto Kälter.

Man kann die Vergaser aber nicht EWIG Weit in der Bedüsung voneinander entfernen/ändern ohne das der Unterschied der Leistungsentfaltung der Zylinder untereinander zu Problemen führt.
Bei Luft/Öl-gekühlten Mopeten haben die Düsen der Vergaser der inneren bzw der hinteren Zylinder meist um Einen seltener um Zwei Werte größere Düsen, damit diese weil sie ungünstiger im Fahrtwind liegen nicht soviel (innere) Hitze entwickeln. Das wird sich mit etwas weniger Leistung die man im Ottonormalbetrieb nicht merkt, aber wesentlich längerer Lebensdauer, die man sehrwohl merkt, erkauft.

Ich hoffe Du kannst mit diesen Info´s was anfangen, ansonsten ärger :mrgreen: uns weiter mit diesem Thema :thumbu: ,
wir helfen Dir wo es möglich ist,

Olli
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Re: VERGASERDÜSEN

Beitragvon TranceElements » Mo 13. Aug 2012, 16:54

Danke Olli,

gut erklärt. Damit lässt sich was anfangen.
Diese Differenz der beiden HD's war mir von Anfang an suspekt. Daher hatte ich ja vorn etwas größer Dimensioniert.
Hm....gestern hab ich einfach mal aus Jux die Nadelstellung wieder auf die original mittlere Stellung gesetzt....die Düsen aber gelassen. Irgendwie hab ich nun das Gefühl das beim Gasgeben aus dem Leerlauf heraus, die Annahme für einen kurzen Moment verweigert wird.
Also werde ich jetzt die Nadeln wieder hoch setzen und mit der Bedüsung runter gehen. Ich schätze ich hab etwas übertrieben mit der Bedüsung.
Somit werde ich mal vorn die 90er drin lassen und hinten von 95 auf 92,5 runter gehen, um auch hier die Differenz zu verkleinern. Vielleicht bringt das ja was. Hab jemanden auf Youtube kontaktiert der eine onboard aufnahme gemacht hat mit seiner gt-n. und die kriegt er auf 130. ohne viel schnick schnack am mopped gemacht zu haben. er fährt ebenfalls vorn 90 und hinten 92,5. Mit dem einzigen Unterschied, das er die Nadelstellung wie original belassen hat........mal sehen. Mein Urlaub ist jetzt erstmal um......also kann ich erst am WE wieder ans Basteln.

Gruß
Mario
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